special guest: HERB BERGER! Der Multiinstrumentalis stand bereits mit Ray Charles, James Morrisson, Take 6, Kurt Elling uva auf der Bühne, und spielt regelmäßig im "Stub´n Blues" von Willi Resetarist
David Hauser in Concert „so a blaues G´fühl...“ Mit seinem Programm, „BLUE EMOTIONS“ entführt der viel-„saitige“ Musiker, David Hauser, in ein musikalisches Abenteuer zwischen schroffen Naturerlebnissen und spannenden Begegnungen. In einem Wechselspiel von rauen und ruhigen Klängen begibt er sich mit sieben verschiedenen Gitarren, Stimme, Klavier und Percussions auf eine Entdeckungsreise quer durch verschiedene Stile. Ausgehend vom Blues, entdeckt er Südamerikas lateinamerikanische Rhythmen und streift den Jazz in New Orleans. Im Land des Rock´n Roll geht diese heiße Musik auch an ihm nicht spurlos vorbei. Akustische Folk-Klänge bringen ihn zurück in die Heimat und ihre begeisternde Bergwelt. Zwischendurch tauchen Bilder auf der Leinwand auf, die ihn zu seinen Kompositionen inspiriert haben. Der Untertitel „so a blaues G´fühl…“ verrät, wohin das Programm inhaltlich führt. Im Spannungsfeld zwischen heiterem Lebensgefühl und einer „Blue-Monday-Morning“ Stimmung nimmt er schlicht das Leben aufs Korn. Trotz mancher Musik- und Lebens-Dissonanzen bricht er im Finale mit viel Emotion und Rhythmus zu neuen begeisternden Abenteuern auf. Ein positives, leicht ironisches Musikabenteuer - geschrieben vom Leben.
Konzertkritik von Leo Fellinger (Emailwerk Seekirchen):
Beseelte Klänge.
In eine musikalische Abenteuer-Reise zwischen schroffen Naturerlebnissen und spannenden Begegnungen wollte der Gitarrist David Hauser sein Publikum im Seekirchner Emailwerk entführen. Als Komplizen und Mit-Entführer hatte er sich Herb Berger ausgesucht, eine musikalische Ausnahmeerscheinung. Die Musik der beiden ergab in der Tat eine wunderschöne akustische Reise, bei der so einige Stile gestreift werden.
Fast alle Songs des Abends wurden von David Hauser komponiert, die Coverversionen waren handverlesen. Dem Publikum wurde eine Vielfalt an Klängen geboten, allein David Hauser brachte es auf sechs, sieben verschiedene Saiteninstrumente. Aber auch Berger kreierte mit Saxofon, Querflöte und Mundharmonika herrliche Stimmungen. Jeder der beiden Musiker befand sich zu unterschiedlichen Phasen bei den Stücken in der Leaderrolle.
Bei der instrumentalen Abenteuerreise machte das Duo auch Halt im Blues-Bahnhof. David Hauser hauchte mit rauchiger Blues-Stimme ins Mikrofon und zauberte mit seiner Slide-Technik auf der Gitarre phantastische Klänge hervor. Wer sich aber eine klassische Blues-Harp dazu erwartete, wurde eines Besseren belehrt - Herb Berger verströmte mit seiner chromatischen Mundharmonika Laute und Läufe in einer ebenso perfekten wie einfühlsamen Spielweise, dass sich kein Zuhörer diesem Fluidum entziehen konnte.
David Hauser agierte meist als Mann der leisen Töne, der auch die Imagination von rieselndem Dauerregen mit zarten Gitarrenläufen förmlich heraussprühen ließ. Gefühlvoll und mit authentischem Feeling entwickelte er seine musikalischen Ideen, ließ dabei die Finger locker auf den Saiten tanzen. Dabei reichte ihm das Griffbrett nicht aus: Noch über dem Schallloch erzeugte er rhythmisch wimmernde Akkorde.
Fazit: Virtuosität an Gitarren, Saxofon, Flöte und Harp und eine nicht zu unterschätzende Portion Spielfreude waren die Zutaten dieser mehr als beachtlichen Performance. Hier wurden beseelte Klänge erzeugt. Meint der Schreiber. Und das Publikum. (lf)